Panorama KV 33

Panorama KV 36

Panorama KV 64

 

Die Gräber

 

Die Grabanlagen im Tal der Könige lassen sich mit Blick auf die Konstruktion des Zugangs in Korridorgräber mit Treppenzugang einerseits und Schachtgräber andererseits unterscheiden.

 ubkvp typologie

Die Schachtgräber

Bei den Schachtgräbern erfolgt der Einstieg über einen mehrere Meter tiefen, senkrecht abfallenden Schacht. Am Ende des Schachtes öffnet sich ein Durchgang in eine Vorkammer oder direkt in die Hauptkammer. Komplexere Formen dieses Typs verfügen über eine oder mehrere Nebenkammern, die von den Längs- und Schmalseiten der Hauptkammer abgehen. Die meisten Grabanlagen im Konzessionsgebiet des University of Basel Kings’ Valley Projects (KV 26, 29, 30, 31, 36, 40, 59, 61 und 64) gehören zur Gruppe der Schachtgräber.

Bei der Grundrissgestaltung der Schachtgräber sind innerhalb der Gruppe der Schachtgräber 2 Grabtypen zu unterscheiden: Einkammergräber und Anlagen mit mehreren Räumen.

Den ersten Typ bilden die „einfachen“ Schachtgräber, die nur aus einem Schacht bestehen, der an seinem Ende direkt in die Haupt- bzw. Grabkammer ohne Nebenkammern übergeht. Dieser Typ liegt bei den Gräbern KV 36, 61, 59 und 64 vor.

Beim zweiten Typ der Schachtgräber mündet der Schacht in einen Korridor. Zwei Raumstrukturen können unterschieden werden: einerseits die einfacheren Gräber, bei denen auf den Verbindungskorridor eine einzelne Hauptkammer folgt (z.B. KV 26); andererseits die komplexeren Anlagen, bei denen der Korridor in einen zentralen Raum führt, von dem mehrere weitere Kammern abzweigen. Hierzu gehören die Gräber KV 30, KV 31 und KV 40.

Die Korridor-/Treppengräber

Typisches Merkmal der Korridorgräber ist der Zugang über einen mehr oder weniger steil abfallenden Eingangskorridor mit Treppe (bzw. Treppe mit Rampe). An den Eingangsbereich fügt sich meist ein weiterer leicht abfallender Korridor, der in die Grabkammer führt (z.B. KV 32 und KV 37). KV 33 unterscheidet sich deutlich von den übrigen bekannten Korridorgräbern insofern als die Zugangstreppe direkt in einen zentralen Raum mit transversalem Achsenverlauf und Nebenkammern mündet .

Ein weiteres Detail der Architektur von KV 33, das erst im Zuge der Basler Grabung ans Licht kam, macht die Situation um diese Anlage noch komplizierter: so ist der Boden im östlichen Drittel der Hauptkammer von KV 33 um ca. 20cm gegenüber dem übrigen Bodenniveau versenkt. Dieses Merkmal ist sonst nur bei den königlichen Anlagen ab Amenophis II. zu beobachten wo der vertiefte Raumabschnitt zur Aufnahme des Sarkophags diente. Eine Absenkung des Bodenniveaus tritt allerdings sonst bei keinem nicht für Pharaonen bestimmten Grab auf, was wiederum die Frage aufwirft, wer in KV 33 ursprünglich bestattet werden sollte?